Mammuts, Römer und Ritter

Antike und Mittelalter im Museum am Rhein

Relikte der Eiszeit

Der Rhein bewahrt auf eigene Weise die Erinnerung an die Frühgeschichte. Beim Abbau von Sand und Kies fand man große Knochen von Tieren aus der Eiszeit, wie etwa vom Mammut, vom Urpferd oder vom Auerochsen. Das Museum besitzt eine große Zahl solcher Funde.

Kelten und Legionäre

Oberwesel entstand aus einer römischen Militärstation. An der Heerstraße zwischen den Legionslagern in Mainz und Köln lag die keltische Siedlung Vosovia. Dort unterhielt das Militär eine Pferdewechselstation und eine Herberge für Kuriere und Kaufleute. Funde aus römischen Gräbern, die im Museum ausgestellt sind, zeugen von der feinen Lebensart der Römer.

Boom im Mittelalter

Die Blütezeit der Stadt war im 13. Jahrhundert, als Oberwesel Freie Reichsstadt wurde. Die große Stadtmauer mit ihren vielen Türmen kündet noch heute von ihrer einstigen Bedeutung. Mit Hilfe moderner Medientechnik kann der Besucher einen „virtuellen Stadtrundgang“ machen und viel Wissenswertes über die mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt erfahren (wahlweise in Deutsch oder Englisch).

Mit klingender Münze

Wegen der vielen kleinen Territorien war am Mittelrhein der Münzwirrwarr besonders groß. Die vier rheinischen Kurfürsten gründeten darum 1385 den Rheinischen Münzverein und schufen den Rheinischen Gulden als einheitliche Währung. Die Kurfürsten von Trier ließen auch in Oberwesel den Rheinischen Goldgulden schlagen. Heute sind gut erhaltene Exemplare im Museum zu bewundern.

Ritter und Rhinelander

Eine der ältesten und größten Höhenburgen am Mittelrhein ist die Schönburg. Sie war eine so genannte Ganerbenburg, auf der mehrere Ritterfamilien gleichzeitig lebten. Im Pfälzer Erbfolgekrieg zerstörten französische Truppen 1689 die Burg vollkommen. Der Wiederaufbau begann 1885 durch den New Yorker Immobilienmakler T. J. Oakley Rhinelander. Viele Originaldokumente und Fotos belegen die spannende Geschichte der Rekonstruktion durch Rhinelander.