Ein Geheimtipp im mittelalterlichen Oberwesel ist das ehemalige Minoritenkloster, der älteste Sakralbau der Stadt. Etwas versteckt im Bereich der Oberstraße gelegen, entstand hier im Lauf der Jahrhunderte ein architektonisch höchst bemerkenswerter Ort. 1836 wurde das Kloster durch einen Brand zerstört. Anschließend errichteten Bürger in den verbliebenen Mauern kleine Häuser und Werkstätten. Der Kreuzgang, das Kirchenschiff und diverse Klostergebäude sind heute trotz der starken Überbauung noch zu erkennen und verleihen dem Häuser-Ensemble einen ganz besonderen Charme.
Im Rahmen einer Führung informiert Kulturhaus-Leiterin Irene Busch über die wechselvolle Geschichte des Minoritenklosters. Dabei stattet sie auch nicht öffentlich zugänglichen Bereichen wie dem Klostergarten, der Sakristei und dem ehemaligen Kapitelhaus einen Besuch ab und zeigt Oberwesels außergewöhnlichstes Stadtviertel mit seinen verwinkelten Gängen und Gassen aus einer ganz neuen Perspektive. Die Teilnehmer erfahren, was sich in 800 Jahren bewegter Klostergeschichte ereignet hat, und bei wem sich noch heute buchstäblich „eine Leiche im Keller“ findet. Kuriositäten und Anekdoten kommen neben den geschichtlichen Fakten auch nicht zu kurz. Ein Original-Klosterschnaps, serviert in einem mittelalterlichen Kellergewölbe, rundet die spannende Tour ab.
Kostenbeitrag pro Person: 7,00 €. Eine vorherige Anmeldung im Kulturhaus (06744/714726) ist unbedingt erforderlich. Termine
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