Das Stadtmuseum feierte 15. Geburtstag

Das Stadtmuseum feierte 15. Geburtstag

Die historischen Räume wurden am Jubiläumstag zu lebendiger Theater-, Aktions- und Begegnungsstätte – Region feierte „ihr“ Museum

Mit einer würdigen und bunten Geburtstagsparty feierten hunderte von Besuchern den 15. Geburtstag des Stadtmuseums Oberwesel. Ein vielfältiges Programm mit Familiennachmittag und Museumnacht verwandelte die historischen Räume des ehemaligen Wilhelm Hoffmann‘schen Weinguts in eine quirlige Theater, Aktions- und Begegnungsstätte. Die Jubiläumsfeier zeigte: So lebendig kann Museum sein!

„Ich bin wirklich überwältigt, wie groß die Wertschätzung der Bevölkerung ist“, freute sich Anton Heinrich Hütte, der Vorsitzende der Kulturstiftung Hütte Oberwesel, auf dessen Initiative das Museum 2004 eröffnet wurde. Bereits nachmittags strömten Kinder mit Eltern, Großeltern und Freunden ins Haus und erkundeten 2000 Jahre Geschichte im Welterbetal.

Kinder erkundeten mit Eifer die Schätze des Museums

Dazu gab es Kinderführungen durchs Museum, Geschichten über Ritter und Burgfräuleins und ein Museumsquiz zum aufmerksamen Erforschen der Historie. Im Blauen Salon wurde gezaubert und jongliert und Jo, der Gaukler, und kleine und große Besucher konnten sich beim Bogenschießen im Keller wie Robin Hood fühlen. Und neben der neu installierten Modelleisenbahn sorgte eine Spielanlage für großen Spaß beim Züge kreisen lassen.

Neuer Film dokumentiert Entstehungsgeschichte

Während der offiziellen Feier, bei der das Foyer und der große Saal für die Zahl der Besucher fast zu klein waren, blickte Anton Heinrich Hütte noch einmal auf die bewegten Anfangszeiten des Stadtmuseums zurück. Ein Film von Manfred Wallig dokumentierte eindrucksvoll „Von der Idee bis zum Erfolg“, wie viel Herzblut und Engagement im Museum, aber auch dem unmittelbar angeschlossenen Kulturhaus stecken.
Die besten Glückwünsche seitens der Stadt überbrachte Bürgermeister Jürgen Port in einem Grußwort und Regionalkantor Lukas Stollhof sorgte am Bechstein-Flügel für eine gelungene musikalische Untermalung der Feierlichkeit. So „beflügelt“ ging es für die Besucher in die Museumsnacht.

Museumsräume wurden zur großen Bühne

Theaterszenen aus dem Leben des Dichters Ferdinand Freiligrath verwandelten dabei den Romantik-Raum vor der Bild-Szenerie des Goldenen Pfropfenziehers in eine große Bühne. Großes Interesse fanden die Gespräche an der Gemäldegalerie und am Zeitreisetisch. Im Blauen Salon wirbelte „Hausmädchen Martha“ mit dem Staubtuch und blätterte mit den Gästen in alten Fotoalben. Weinhex‘ Anna II. schenkte dort edle Tropfen mit aus, u.a. eine 2004er Kauber Roßstein Riesling Auslese, einem Weinanbaugebiet des ehemaligen Willhelm Hoffmann‘schen Weinguts.

Unterm Dach gab es Geschichten und Informationen über die Schifffahrt sowie die Lachse und Salme im Rhein. Ein Publikumsmagnet war natürlich auch die neue Modell-Eisenbahnanlage im Keller, die von den Eisenbahnfreunden Rheingold e.V. 2000 in monatelanger Arbeit installiert worden ist.

Die Gäste hatten sichtlich Spaß an den Aktionen und genossen die heitere, lockere Stimmung. „Hinter dem Fest steckte die Idee, das Museum mit seinen Schätzen für Besucher noch einmal ganz neu erlebbar zu machen. Dass so viele dies angenommen haben, ist eine tolle Wertschätzung für alle aktiv am Programm Beteiligten und das schönste Geburtstagsgeschenk für das Stadtmuseum“, freute sich Veranstaltungsleiterin Reinfriede Scheer.

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